Kunst und Lebenswerk

 
Tagesskizze: Die erleuchtete Wölfin (20 x 16 cm)

Mein Atelier im Oberwil (ehemaliges altes Schulhaus und Kaplanei von Root)024 22A

Viele mögen mich für eine seltsame Träumerin halten. Sie sind nicht ganz im Unrecht. Doch nun können sie mein "Träumlein" vor meinem inneren Auge, das sichtbar geworden ist, betrachten. Ich habe meinem "Träumlein", so nenne ich mein 30-jähriges Bilderwerk, eine 5 Minuten dauernde künstlerische Gestalt und Form gegeben um es für die Wenigen sichtbar zu machen, die inmitten des heutigen Wirrwarrs den Mut und die Zeit haben, ihre Füsse auf einen völlig neuen Boden zu setzen, weil kein anderer sicherer Ort mehr zu sehen ist.

Als 19-jährige, während meiner Ausbildung in der Grafikfachklasse an der Kunstgewerbeschule Luzern, fasste ich den Entschluss auf gleichem Format (20x16 cm), gleichem Papier und gleicher Technik meine künstlerische Entwicklung mit Hilfe von Tagesskizzen laufend zu dokumentieren. So entstand zwischen 1976-2006 das 30-jährige Bilderwerk. Es besteht aus hunderten kleinformatigen Bildern. Der Kern meiner Tagesskizzen waren Erlebnisse, die ich für einen Freund gemalt habe, den ich liebte und halten wollte- etwas sehr Privates.

Das Tagesskizzenmalen wurde für mich zu einem meditativen Ritual und die Zeichnungen waren meine Wegweiser nach Innen. Eine begnadete Intuition und ein Glaube an die Kraft der heilvollen allumfassenden Liebe führten mich durch meine sichtbargewordene Innenwelt zum Tor der Befreiung. Eines Tages wachte ich auf und öffnete es.

Nach Abschluss meines Studiums bin ich von Zuhause ausgezogen. Ich verdiente mir den Lebensunterhalt mit unterschiedlichsten Jobs. Z. B. arbeitet ich als Serviertochter im damals legendären alten Restaurant "Fritschy" in Luzern. Möglichst viel Geld zu verdienen interessierte mich nicht. Zwischendurch bekam ich als freischaffende Illustratorin ein gutes Honorar beim Magazin des Zürcher Tages Anzeigers, dem SJW Herftli, den Luzerner Neusten Nachrichten oder anderen Zeitschriften. Im Auftrag befreundeter Architekten konnte ich meist während durchgearbeiteten Nächten kurz vor einer Wettbewerbsabgabe eine gutaussehende Perspektivansicht von deren Bauidee gestalten und auch hier war meine illustrative Fertigkeit gefragt und wurde gut bezahlt. Solche Aufträge ermöglichten mir einen mehrmonatigen Freiraum und wärend dieser Zeit konnte ich mich anderen Themen widmen, genoss einen freien unabhängigen Lebenswandel und erforschte all das was mich interessierte. 


Das meditative Malen an meinen Tagesskizzen war 30 Jahre lang meine wichtigste Tätigkeit. Ich freute mich immer auf diesen Moment; vor dem leeren Stück Papier sitzend schloss ich meine Augen, denn hier unterlag ich keiner Kontrolle. Wenn ich malte wurde ich ganz still und war vollkommen mit und bei mir. Hier gehörte ich mir selbst. In diesem Zustand fühlte ich mich absolut frei. Das was "durch mich hindurchzeichnete" war schon vor mir da gewesen und auf dem Papier musste ich seine Formen und Gestalten nur "nachmalen". Das war ganz leicht und geschah ohne Anstrengung. Was für mich durch die Tagesskizzen sichtbar wurde hielt ich geheim. Wenn ich heute mit einzelnen auserwählten Tageszkizzen an einer öffentlichen Ausstellung teilnehme bleiben sie unverkäuflich. Die Kunstszene und deren Geschäftsrummel hielt ich mir "vom Hals". Der gierigen geschäftigen Energie, deren Einfluss auf meine Malerei, fernzubleiben war mir sehr wichtig. Für mich blieb nur so beim Malprozess "etwas heilig". Ich liess mich von niemandem würgen, wollte keinen Druck von irgend einem Kunsthändler, hegte auch keinerlei Absichten mit meiner Malerei auf irgend eine Art und Weise zu rentieren und bin heute noch der Überzeugung, dass es ein grosses Geheimnis jeden begnadeten Künstlers ist, ein Genie zu SEIN und es als einziger zu wissen.

Dank glücklichen Umständen konnte ich mir 1982 einen 6 monatigen Aufenthalt in New York finanzieren. Dort besuchte ich bei einer Balletteuse mit mexikanischer Abstammung meine erste Yogalektion. Seither begleitet mich die tägliche Yogapraxis.

Aussicht von meiner Hütte über den Strand von ZipoliteIMG026 Kopie

1986 nach einem weiteren Aufenthalt in der USA an der Iyengar Yogaschule in Madison verbrachte ich anschliessend meine erste Auszeit in Mexiko in der Nähe eines kleinen Fischerdorfes namens Zipolite. Eine einfache angenehme Hütte mit einem weitausladenden Strohdach war mein Zuhause. Sie befand sich auf einem Hügel mit Aussicht auf den Pazifischen Ozean und war von Palmenwäldern umgeben. In dieser Umgebung und Stimmung war ich das erstemal in meinem Leben wunschlos glücklich. Ich hatte weder Strom noch Wasser jedoch einen ganz anderen Luxus: Für meine Hängematte befanden sich zwei Hacken in den Wänden der Hütte und so konnte ich täglich bequem den prächtigen Sonnenauf- und Sonnenuntergang beobachten. Bei Vollmond raubten mir die am Strand laut brechenden 7 Meter hohen Wellen den Schlaf. Zu den Einheimischen pflegte ich wenig Kontakt und meine Ernährung bestand aus frischen Früchten, Kokusmilch, Zwieback und Gemüsesuppen.

Ich lebte in den Tag hinein, tat vorerst gar nichts oder all das was im Moment gerade notwendig war oder all das, zudem ich nun sehr viel Zeit hatte. Die einzige Lektüre, die ich bei mir hatte war "LIGHT on YOGA" von B.K.S.Iyengar. Ich startete den Tag mit dem Sonnenaufgang und einem seriösen, mehrstündigen Yogaprogramm und beendete ihn mit dem Sonnenuntgergang und einer stillen Meditation. 

Nach 3-monatigem Aufenthalt in dieser Yogaoase konnte ich 20 Minuten im freien Raum im Kopfstand stehen. Das Alleinsein und Yoga-Üben hatte sich gelohnt. Mein Körper fühlte sich wie verwandelt an, mein Geist war entzückt und meine Seele lächelte...wie nach Hermann Hesses Worte: "Jedem Anfang liegt ein Zauber inne." Leider musste ich dann ausreisen um mein Touristenvisum zu verlängern. Das war der Grund und Beginn meiner Reise über die Grenzen Mexikos nach Guatemala City bis zu den Vulkanen am See Lago Atitlan, dessen Überquerung und schlussendlich wieder zurück zur Hütte auf dem Hügel bei Zipolite- mit der Absicht, meine Yogapraxis über eine weitere Zeitspanne von ein paar einsamen Monaten zu vertiefen.

Früh am Morgen die Überquerung des Lago Atitlan in GuatemalaIMG025 Kopie

Auf dieser Reise war ich zu Fuss oder per Autostopp unterwegs und auf Hilfe angewiesen. Heute noch bin ich tief berührt von der vorbildlhaften Gastfreundschaft der mexikanischen Landesbevölkerung, deren grenzenlose Grosszügigkeit, der tiefen Herzensqualität all jener Menschen, die mich auf dieser Reise begleitet und beherbergt haben, denen ich mit viel Nähe begegnen durfte und deren Heimat ich hilf- und fast mittellos durchwanderte und bereisen durfte.

Auf Grund meiner Naivität bin ich auf der Rückreise durch Guatemala nach Zipolite knapp dem Tod entronnen. Als alleinreisende Frau musste ich öfters für mein offenes spontanes Verhalten büssen. Gott sei Dank hat mich auf all meinen Trips in vielen gefährlichen Momenten auch ein kritisches Bewusstsein als Beschützer begleitet und mir ist es gelungen in entscheidenden Augenblicken richtig zu handeln. Ich konnte so mein kindlich, gutgläubiges Verhalten, trotz schmerzvollen Erfahrungen behalten und "hinüber retten". Wie wir wissen hat der kindliche Wissendrang einen überlebenswichtiger Antrieb. Dank seiner Kraft bereichert er Menschen bis ins hohe Alter immer aufs Neue mit erhellenden, herzlich schönen Augenblicken und Erlebnissen. Um aus meiner damaligen Notsituation in Gutatemala zu entkommen haben mir eine Reihe komischer absurden Zufälligkeiten geholfen und schlussendlich hat mich eine deutsche Touristin im genau richtigen Augenblick in ein Spital bei einer Militärunterkunft gebracht. Dort wurde ich kostenlos betreut und behandel. Unter diesen Umständen und Bedingungen entwickelten sich meine Tagesskizzen zu einer gestalterisch formatsprengenden Miniaturmalerei, die dem Betrachter beim längerem Verweilen in den auserwählten 20 Tagesskizzen (sie befinden sich am Ende dieser Seite) einen allumfassenden Zutritt in eine mystische Dimension erlaubt.

Bei der Arbeit als KirchenrestauratorinIMG032 Kopie

Nach der Rückkehr in die Schweiz fiel es mir schwer mich im Alltag zurechtzufinden. Ich kann auch heute immer wieder feststellen, dass meine Seele von dieser Reise nie ganz zurückgekehrt ist. Ein Teil von ihr ist in der Hütte in Zipolite geblieben. Von 1987-1993 arbeitete ich 80 Prozent bei einer Firma in Stans als Kirchenrestauratorin und war auf verschiedenen Baustellen von Kirchen und Klöster tätig. Gerne erinnere ich mich an meinen wohlwollenden Chef, Klaus Stöckli, der mir vom ersten Arbeitstag an erlaubte direkt die alten Deckenfresken zu retouchieren.

Ich liebte diese Tätigkeit; das Mischen der verschiedenen Farbtöne, das Ausmalen der beschädigsten Stellen, dieses sinnvolle Ergänzen innerhalb der grossflächigen Deckenbilder mit dem Ziel, sie wieder ganzheitlich harmonisch zusammenzufügen und ich mochte auch die kraftvollen Orte der Klöster und Kirchen, deren Umgebung, die Gärten, Parkanlagen. Aber vorallem gefielen mir die alten Bäume. 

Privat durchlebte ich eine wechselhafte unstehte Lebensphase. Wann immer es mir meine Finanzen ermöglichten unternahm ich kleinere und grössere Reisen durch Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika und Afrika. Ich liess mich auf verschiedenste Liebesbeziehungen ein, experimentierte mit Drogen und probierte möglichst alles aus, vondem ich mir Liebe, Erfüllung und Glück erhoffte.

Die Suche nach der grossen LiebeIMG024 Kopie

Gott sei Dank lernte mich dieser Lebenswandel, dass mich langfristig solches Handeln und Treiben unglücklich machen wird. Wenn auch viele Bedürfnisse befriedigt und ausgelebt wurden und meine Handlungen, deren Erfahrungen und Ziele, Bekanntschaften auf meine Reisen und Trips, mich kurze Momente verzaubert haben, war mein Leben in dieser Zeit aus heutiger Sicht verantwortungslos. Ich habe kurzsichtig und kurzfristig gelebt. Weitsichtigkeit war in meiner damaligen Situation kein Thema. Die Glücksempfindungen warem von kurzer Dauer und unvergleichbar mit dem Zustand, den ich in meiner Auszeit in der Hütte auf den Hügel erlebt habe. Innerlich bliebe etwas ganz tief in mir einsam und leer.

Beschämt durch meine endlose Reiserei und Suche, die sich für mich auf so schockierende tragische Weise auch in den Gesichtern aller hilflosen Menschen spiegelt, die momentan unfreiwillig durch die gewaltig globale Flüchtlingswelle von ihrer Heimat weggerissen werden, beschloss ich im Jahr 2004 meineseits meinem Herumtreiben und -reisen vorübergehend ein Ende zu setzen. Seit 14 Jahren verzichte ich auf das "Vergnügen", das ich Urlaub oder Ferien nenne und geniesse stattdessen 1 bis 2 Wochen die Stille einer ganz nahegelegenen, klösterlichen ruhigen Umgebung. 

"Weil Du die Welt bist, werden Deine Taten die Welt beeinflussen, in der Du lebst" hat Juddi Krishnamurti, der bedeutenste Revolutionär des 20. Jahrhunderts in seinem Buch "Vollkommene Freiheit" geschrieben. In der Tat, so ist es. Im kommenden Sommer breche ich die selbstaufgelegte Regel, mein Verzichten aufs Reisen und fliege im Juli mit meinem lieben Mann ins Himalayagebierge. (Details dazu sind unter Kursangebot/Spezialangebote zu finden).

Nach der Geburt meiner beiden Söhne arbeitete ich von 1998 bis 2009 in einer Suchtklinik im Nacht- und Wochenenddienst und im Bereich des kreativen Werkens. Ich gehörte zu denjenigen, die Medikamente vorbereitete und sie dementsprechend den Patienten abgegeben hat. Während des stationären Klinikaufenthaltes waren diese inkurablen vermischten Medimixturen für sie überlebensnotwendige Krücken. Leider wird ein grosser Teil der Patienten nach einer stationären Therapie und dem Austritt aus der Klinik wieder rückfällig und verfällt aufs Neue dem alten Suchtverhalten und den ungesunden Gewohnheiten. Grund ist der alltägliche Lebenswandel, das normale Arbeitsumfeld, die co-abhängigen eingespielten Familienmitglieder und die alte Umgebung. Das alles konnte in der 14-wöchigen stationären Therapie nicht vertieft beobachtet und unmittelbar mitverändert werden. Dieses weiterlaufende Lebensmuster der Patienten sicherte meine gut bezahlte über 10 jährige Anstellung in der Suchttklinik und ist auch für die Pharmaindustrie äusserst lukrativ, jedoch für die Patienten ist es ein Teufelskreis.  

Bei meiner Arbeit in der Klinik war mir immer schwer ums Herz. Regelmässigen Yogalunterricht für Menschen mit einem Suchtproblem in der Tagesstruktur in der Suchtklinik anzubieren, das war der Grund meiner Ausbildung zur Yogalehrerin. So begann ich 2004 an der Yoga University Villeret mit dem 4-jährigen berufbegleitenden Studium. Doch Spital- und Gesundheitswesen sowie die Krankenkassen waren noch nicht reif für solche zukunftsorientiern Prävensionen.Somit kündigte ich meinen Job in der Klinik, sucht eine andere Arbeit und beschloss bei der ersten Stellenzusage mit einem "Ja" zu antworten. Innert ein paar Wochen fand ich eine Anstellung als Köchin in einer Kinderkrippe, verdiente einiges weniger -aber war wieder zufrieden. Paralell zu dieser Arbeit ist es mir gelungen mich als Yogalehrerin selbständig zu machen, in meiner nächsten Umgebung eine Hatha Yoga Klassen aufzubauen und mit dem Unterrichten zu beginnen.

Das Tagesskizzen-Bilderwerk beendete ich im Jahr 2006, nachdem ich mit meinem lieben Mann und meinen beiden Söhnen in mein Heimatdorf Root, zu meiner Wurzel, zurückgekehrt bin. Alle meine Tagesskizzen habe ich digital dokumentiert und Dank ihrer Grösse sind sie auch bei bescheidenem Platzverhältnis einfach zu lagern.

Mein neues Unternehmen taufte ich YOOGAROOT. Mit derselben Energie und Hingabe, die mich Dank meiner Tagesskizzen zu meinem innersten Tor geführt haben, nicht mehr auf Papier sondern direkt am "lebendigen Menschenbild" zu "malen", das wurde nun zu meiner neuen begnadeten Lebensaufgabe. 

Ich war immer eine mittelmässige Schülerin. Während meiner Schulzeit und meinem Studium musste ich mühsam auf tausende Fragen die richtige Antwort auswendig lernen, um sie dann, im richtigen Moment abzurufen und igendwo hinzuschreiben. Irgendwie schaffte ich es in diesem System mitzuhalten. In meinem wirklichen Leben stellte mir niemand  Fragen, auf die ich bereits eine Antwort wusste und nach den Studium, im Arbeitsalltag um Geld zu verdienen, musste ich vorallem schnell sein, gut funktionieren und rentieren. Auf einmal stimmte ALLES für mich nicht mehr zusammen. Ich war immer zu mir selbst ehrlich und "nachdenklich" geblieben. In dieser Zeit begann ich mit dem vertieften, meditativen Malen der Tagesskizzen. So entfaltete sich vor meinen Augen ein mir völlig neues  Wissen. ALLES wurde für mich zusammenhängend und "begreiffbar". Mein authentischer Lebensstil -man könnte ihn auch als Herumlungern-, Herumhängen und Nichtstun verurteilen, ermöglichte mir unter bescheidenen Lebensumständen und mit einem einfachen Mittel dem endlos spiralförmigen Prozess durch intuitives Forschen zu folgen. So floss im SELBST-Ausdruck eigenes Gedankengut in die Tagesskizzen und konnte sich manifestieren. Ich durfte einem bereits wissenden Geist begegnen, konnte ihn erkennen, untersuchen und sein Wissen ihn in mein Leben integrieren.

Nichtstun, sich grausam langweilen und sich dem hingeben was uns wirklich interessiert, birgt eine unbeschreibliche Kostbarkeit in sich, ist aber nicht ohne Gefahr. Aus diesem Grunde ist es von grossem Nutzen eine individuelle Auszeit an einem "geschützten Ort" zu durchleben und sich im Vorfeld Gedanken zum Rückzugssort und zur Struktur dieses ausserortendlich wichtigen Lebensabschnittes zu machen.

Nur so kann es gelingen, wenn man gewillt ist und sich SELBST treu bleibt, "ungestört" seinen innersten gesunden Kern zu finden. Um eine Selbsterfahrung zu machen sollte meiner Meinung und Erfahrung nach kein innerer sowie kein äusserer Druck vorhanden sein. Im Prozess der Selbsterkenntnis sind die Früchte aller deiner Bemühungen unwichtig. Diese Energie, die dich führt nennt mann Nishkam Karma (sanskrit: SEIN ohne Anhaftungen an Resultate).

Allein und einsam, ohne Furcht und mit eigener Einsicht und absichtloser Klarheit solltest du bei deinem Innersten, bei deiner Quelle, ankommen: DAS BIST DU  (TAT TVAM ASI Chandogya-Upanishas VI.8.7.).

Ich bin nicht das was ich vielleicht im Moment nach Dokumenten und Zeugnissen usw darstellst. Ich bin das, WIE ich mich in Verbindung mit den Menschen und allen fühlenden Wesen (der ganzen Welt und dem Kosmos)- verstehe und WAS sie zu mir hin spüren. Dieses Wissen hat einen Anfang aber kein Ende. Es ist DAS WISSEN DEINES EIGENEN WEGES. Niemand anders kann ihn für dich gehen. Dieses Wissen wirkt durch wer weiss wieviel Zeit und Raum, ist wahr und unbeschreibar kostbar.

Das wollen uns seit Jahrtausenden alle Weisen mit ihren verschiedensten tratitionellen Hintergründen mitteilen und alle sind sich einig: Das wirklich Wahre und Absolute kann man nicht beschreiben man kann nur in seine Richtung weisen. Das Wichtigste dabei ist: Bleib nicht an einem weisenden Finger hängen!

Mit dieser Information auf wahrhaftige ART 1:1 im Leben von Moment zu Moment am gesamten Menschenbild mitzugestalten ist und bleibt unsere wichtigste Aufgabe. Dafür braucht es keine leistungsorientierte, kostspielige staatliche oder geheimnisvolle religiöse Institution, keine Autorität, keine vorgestanzte Karriere mit Doktortitel wie sie heute leider ganz brav von fast allen konditionierten Erfolgs- und Wissenssüchtigen durchlaufen wird, sondern es braucht ganz allein deine eigene Klarheit. Diese kommt von Innen und ist nicht durch ein zielstrebiges Denken, Lernen und Handeln zu erreichen.

Wir müssen und sollen Akademiker und Gelehrte ernst nehmen, doch diejenigen die etwas selber erfahren haben noch ernster. Erst wenn alles Suchen und Wünschen auf ein Ziel hin ganz erloschen ist kommt der klare Bewusstseinszustand indem wir offen für das echte Wissen und die Wahrheit sind.

Eine schöpferische, revolutionäre, lebendige, heilige, innere Intelligenz beruft uns immer wieder aufs Neue, bei jedem Gedanke -achtsam von Moment zu Moment- weise zu entscheiden welche Richtung wir unserer Energien geben möchte  und das nennt sich Selbstverantwortung. Dieses leuchtende, erhellende Wissen ist in jedem fühlenden Wesen verankert und um es zu finden muss ich es mir selbst zuMUTen meinen ganz eigenen einsamen Weg der Selbstverwirklichung zu gehen.


Mein lieber Mann René hat mich auf meinem Weg immer unterstützt. Unsere beiden lieben Söhne Nepomuk und Orfeo, die in der Zwischenzeit erwachsen sind ihr eigenes Leben haben und ihre eigenen Wege gehen, haben mich als unperfekte Mutter, so wie ich bin, akzeptiert. Diese Männer sind meine 3 Musen - dessen bin ich mir voll bewusst. Das familiäre Zusammenseins mit all seinen normalen Schwierigkeiten ist das Übungsfeld mit den eigenen Schwächen klar zu kommen und um wachsende, tragende Erfahrungen mit der immerwieder auf innere Probe stellenden Verlustangst zu machen. Gemeinsam im Gleichgewicht in einer routinierten, normalen Alltagsstruktur zu leben fällt heute vielen Menschen sehr schwer. Ich wäre ohne meine Familie und meine drei Musen nicht dort wo ich heute bin und bin ihnen für ihr Verständnis und ihre Treue zu tiefstem Dank verpflichtet. 

Dasselbe gilt für meine herzenslieben verstorbenen Eltern Karl und Heidi Stettler-Lehner, meinen leider mit 17 Jahren verunglückten kleinen Bruder Zeno Stettler, meinen vorbildhaften, mutigen, grossen Bruder René Stettler, meine kunstbegabte und therapeutisch erfolgreich arbeitende, liebe Schwester Karin Stettler Wicki, alle lebenden Verwandten und verstorbenen Ahnen, alle Freunde, Bekannte, alle NachbarnInnen, meine begnadeten LehrerInnen und meine Seminar- und KursteilnehmerInnen und schlussendlich alle Tiere, denen ich begegne und die merken, es auch riechen, dass ich keine Absicht hege mich dem Leichenschmaus hinzugeben. In meinem Herzen stell ich sie mir als all die mitfühlenden Wesen vor, die mich bei meinem täglichen Handeln beraten, beschützen und begleiten. Wenn ich mit meinen Gedanken bei einem von ihnen bin, stell ich sie mir -Gott sei Dank- als ein Wesen vor, das auf seine Art auf der Suche nach der Liebe ist. 

Menschen, die mir aus dem Weg gehen, mich verachten oder bewusst keinen Kontakt mit mir wollen und mich meiden, bewusst nicht grüssen, weil ich so bin wie ich bin- im Grunde genau so wie sie: VOLLER FEHLER, dumm, verletzbar, schuldbeladen, unsicher, scheu, chaotisch, vergesslich, furchtsam und ängstlich auf der Suche nach Liebe. Allen, die mich aus ihrem Haus und ihrer Wohnung geworfen haben, weil ich etwas wage, sage und mache, was ich für richtig halte, auch jene die mich beschimpft haben, weil sie mich nicht kennen und meine Arbeit nicht verstehen und jene, die mich verlümden und Unwahrheiten über mich erzählen, bin ich von ganz tiefem Herzen dankbar, weil ich Dank ihnen und durch sie wachse.

Die Behauptung, dass ich unter Autismus leide schockiert mich. Doch alle die mich für krank halten haben eine gute Wahl und Beschäfftigung für ihre Fantasien und Projektionen getroffen, denn ich bin völlig gesund und ganz harmlos.

Was es bedeutet mit Herzqualität und Angstlosigkeit zu leben habe ich von meiner spirituellen Mutter auf meinen Lebensweg mitbekommen. Sie ist 86 Jahre alt, heisst Irma Stadelmann und ist auch bekannt als Luzerner Stadtorginal. Irma hat das getan vordem viele  Angst haben. Irma hat ihr konzeptuelles Denken vollkommen aufgegeben. Alles plötzlich loszulassen und sich in nackter meditativer Erfahrung zu finden beängstigt all jene, die viel angehäuftes Wissen mit sich herumtragen. Es gibt zweifelsohne heute noch charismatische Persönlichkeiten, die uns in unserem normalen Alltag begegnen, uns immerwieder "aufwecken" und von denen wir "nie klug" werden, ja - es sind sogar meistens Wesen, die im gleichen Haushalt oder im nahen Umfeld mit uns zusammenleben. Dazu brauche es die Erfahrung, dass das wichtigste Wesen jenes ist, mit dem du gerade zusammen bist. Somit kannst auch du das sein. Wir sind ALLE wiedergeborene alte Seele, die wir mit einem "normalen Alltagsbewusstsein" nicht als das sehen können was sie in Wirklichkeit wahrlich sind. Irma Stadelmann ist eine echte lebendige Dakini (sanskrit: weibliche Verkörperung von Erleuchtung). Sie hat als junge Frau Yoga praktiziert, kennt sich in der ZEN-Meditation aus und war in verschiedenen Ashrams in Indien unterwegs. Sie ist zudem eine begnadete, grossartigste Künstlerin und Performerin. Seit unserer gemeinsamen Amerikareise, im Jahre 1986, verbindet uns eine zärtliche, unterstützende und innig Freundschaft.

Besuch bei Irma Stadelmann im Sommer 2017irma

 20 Tagesskizzen (Orginalgrösse 20 x 16 cm) aus dem 30 jährigen Bilderwerk

yogalogo
      
 
Gaby Stettler Frey
 
dipl.Yogalehrerin SYV/EYU
 
Ausbilderin mit eidg. Fachausweis
 
 

 

 
Tel. 041 450 08 46
 
Handy 079  839 89 59

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